Seite auswählen

Musik ist nicht erst seit Einzug der digitalen Medien in unser Wohnzimmer ein wichtiges Instrument in der Werbung geworden. Schaut man auf die historische Entwicklung, fällt auf, dass bereits im 13. Jahrhundert von einem Verkaufsfördernden Aspekt ausgegangen wurde. Händler nutzen schon damals Sänger, um auf Ihre Produkte aufmerksam zu machen. Dabei stellt sich die Frage, wie die Musik in der Werbung heutzutage auf die menschliche Sinneswahrnehmung reagiert? In welchem Zusammenhang steht die Produktion von qualitativ hochwertiger Werbemusik und schwarzen Unternehmenszahlen?

3 grundsätzliche Unterscheidungen

Spricht man von Werbemusik muss zwischen 3 verschiedenen Arten unterschieden werden. Die Musik dient dabei primär als Erkennungssignal.

Audiologo

Das Audiologo ist dabei als Gedächtnisanker für bestimmte Marken oder Produkte zu verstehen. Das akustische Markenzeichen besteht dabei aus einer bestimmten Tonfolge. Die bekanntesten Beispiele aus der Praxis sind zum Beispiel die Deutsche Telekom, die Tagesschau oder Hornbach

Jingle

Der Jingle findet besonders im Radio und TV Verwendung. Der Jingle ist dem Audiologo ähnlich, ergänzt diesen aber in der Regel durch einen gesungenen Text und ist von der Spieldauer etwas länger. Der Jingle soll auf eine einfache Art und Weise eine Werbebotschaft oder die Vision des Unternehmens darstellen. Bekannte Beispiele sind zum Beispiel McDonalds oder Audi. Oft werden durch Jingles Vorteile noch einmal verdeutlicht, die sich beim Kunden einprägen sollen.

Werbelied

Der größte und aufwendigste Bereich der Werbemusik stellt das Werbelied dar. Im Gegensatz zum Audiologo und dem Jingle handelt es sich beim Werbelied um ein vollständiges Lied oder eine Strophe aus einem Lied. Besonders Emotionen, Erlebnisse und Assoziationen werden auf diesem Wege transportiert. Häufig greifen Unternehmen dabei auf schon vorhandene Musikstücke zurück. Das bekannteste Beispiel dabei ist das Unternehmen Vodafone. Darüber haben wir bereits in einem anderen Blogartikel berichtet.

Hier haben wir Euch unsere 3 beliebtesten Werbelieder rausgesucht:

https://www.youtube.com/watch?v=vFZ3DKiLICI

https://www.youtube.com/watch?v=jxVcgDMBU94

https://www.youtube.com/watch?v=mnXnLeo54FA

Wieso benötigt mein Unternehmen Werbemusik?

Durch Musik als Klangteppich oder Erkennungsignal, besteht die Möglichkeit, die Marke akustisch tiefer zu verankern und einen deutlich intensiveren Beitrag zur Corporate Identity zu leisten. Akustische Reize nehmen in der Markenkommunikation einen festen Platz ein. Alleine im Jahr 1996 verwendeten 84,5 Prozent von insgesamt 336 untersuchten Werbespots Musik (vgl. Murray/Murray, 1996 S. 57). Das Audio Branding spielt somit im Marketing eine ähnlich große Rolle wie das Visual Branding. Stellen Sie sich doch mal ein Unternehmen ohne Logo vor?!

Ein Unternehmen benötigt zum Transport der Werbebotschaft eine Auditive Unterstützung um Wiedererkennung, Differenzierung, Erinnerungsgehalt und Bindung zu erzeugen. Um die Corporate Identity im Unternehmen möglichst passgenau beizubehalten, empfiehlt es sich, das Teams wie die Grafikabteilung und zb. das Marketing interdisziplinär zusammenarbeiten. Erst dann ist es möglich, einen passgenauen Corporate Sound zu finden und diesen mit der Firmen DNA eins werden zu lassen.

Das macht die Musik in der Werbung mit unserem Gehirn

Da wir nun die Erscheinungsformen kennengelernt haben, stellt sich die Frage, was genau in unserem Gehirn passiert, wenn wir Musik in der Werbung wahrnehmen.

Konditionierung

Die klassische Konditionierung sorgt dafür, dass wir ein Produkt mit einem positiv bewerteten Musikstück verbinden. Wenn Reize zwischen dem neutralen Stimulus und dem unkonditionierten Stimulus hergestellt werden, neigen wir dazu ein Produkt ebenfalls positiv zu bewerten. Dann spricht man von einer konditionierten Reaktion. Musik in der Werbung ist in der Lage, bestimmte Eigenschaften des Produktes hervorzuheben, die Stimmung der Rezipienten zu beeinflussen und auch deren Überzeugungen teilweise zu steuern.

Es muss „fitten“

Was erst einmal komisch klingt, ist eigentlich sehr simpel. Die Musik muss der Werbung entsprechen, erst dann korrespondiert die Werbung mit der subjektiven Wahrnehmung des Konsumenten. Das Musical Fit sorgt dafür, dass wir Werbespots positiver bewerten und wir schlussendlich eine höhere Kaufbereitschaft gegenüber diesem Produkt besitzen.

Ist mein Unternehmen Hard Rock oder HipHop?

Unterschiedliche Musikstile transportieren unterschiedliche Werte und Emotionen. Deshalb ist es schwer zu sagen, welcher Musikstil zu Ihrem Unternehmen passt. Stellen Sie sich die Frage, welche Botschaft transportiert werden soll. Ein Jazzstück kann ebenso zu Ihnen passen wie ein Hardrocksong. Das eine transportiert möglicherweise eher Status, Luxus und Erfolg, wohingegen das andere Freiheit, Unabhängigkeit und Leichtigkeit transportiert.

Wie sie sehen, ist das Audio-Branding ein durchaus wichtiger Aspekt auf dem Weg zum Unternehmenserfolg. Ein schnell rausgesuchter, kostenloser Jingle oder Werbesong wirkt auf den Ersten Blick Kosten- und Zeitsparend. Jedoch geht Ihnen Kunden- und Markenbindung verloren. Wir helfen und beraten Sie gerne hinsichtlich Ihres Audio-Branding. Schreiben Sie uns gerne an.

Ihr Team Tonefeed!